Rieseneidechsen – Lagarto gigante
Der Lagarto gigante ist eine Rieseneidechse, die ungefähr eine Armlänge lang werden kann. Es handelt sich hier um besonders seltene und auch vom Aussterben bedrohte Tiere. Die Rieseneidechsen, auf Latein Gallotia goliath genannt, sind eigentlich lebende Fossile aus der Zeit des Tertiärs. Bis 1974 galt diese Spezies als ausgestorben, doch ein Hobby-Eidechsenforscher hat einige Exemplare mit Hilfe einiger Einwohner und Hirten von El Hierro wiederentdeckt und gezüchtet.
Die Rieseneidechsen auf El Hierro sind einzigartig und wurden unter Naturschutz gestellt. Durch Funde aus der Zeit der Guanchen weiß man heute, daß diese die Eidechsen auch in ihre Speisekarte aufgenommen haben. Später wurden die Eidechsen gefangen und ausgestopft um für den Verkauf zu dienen. Heute sind die größten Bedrohungen für die Rieseneidechse der Mensch und der stetig schrumpfende Lebensraum sowie verwilderte und ausgesetzte Katzen, die die Lagartos als Beute sehen.

Rieseneidechse auf El Hierro
Bildquelle: Elpais.com
Am Museumsdorf Guinea zwischen Las Puntas und La Frontera gibt es ein Lagartario, wo man die bis zu 75 cm langen Echsen bewundern kann. Die Riesenechsen fressen Pflanzen und Insekten. Im Lagartario bei Frontera haben die Rieseneidechsen nun einen sicheren Lebensraum gefunden. Hier kann man verschiedene Exemplare und auch eine Aufzuchtstation bewundern.
Die Weibchen legen im Frühjahr so um die 10 Eier in ein Erdloch. Die Eier werden von der Erd- und Sonnenwärme ausgebrüte und die jungen Rieseneidechsen schlüpfen nach 8 Wochen Brutzeit aus den Eiern. Im Lagartario kann man so ein Brutnest hinter Glas beobachten. Künstliches Licht und Wärme ersetzen hier die Sonne.

Rieseneidechsen – Lagarto Gigante
Mehr Infos zum Museumsdorf Guinea.














